Aktuelles

Gesundheit und Wohlstand bei Erwachsenen durch exekutive Funktionen in der Kindheit

Link: Exekutive Funktionen auf der [aha:] Konferenz am 14. April 2012 mit Dr. Sabine Kubesch (ehem. Mitarbeiterin von Prof. Spitzer)

Auszüge aus einem Vortrag von Prof. DDr. Manfred Spitzer, Universitätsklinikum Ulm, auf dem adz Kongress 2011 Die Bildung kultivieren! vom 14.-16. Oktober 2011 in Bregenz Bodensee:
“Viele Kinder mögen Marshmallows. Die Wissenschaft weiss noch nicht warum, aber es ist so. … Bereits vor über vier Jahrzehnen wurde der Marshmallowtest durchgeführt: Kinder werden in einem Zimer mit einem Marshmallow alleine gelassen. Vorher wird ihnen gesagt: Wenn Du ihn nicht isst, bekommst Du nachher zwei.”

“Die, die es lange ausgehalten hatten, den Marshmallow nicht zu essen, waren in der Schule und im College besser. … Studien haben das besser untersucht: „A gradient of childhood self-control predicts health, wealth, and public safety“ … 1000 Neugeborene wurden bei der Geburt erfasst und eine Langzeituntersuchung durchgeführt. Wer diese exekutiven Funktionen als Kind hatte, hat sie mit 26 Jahren auch. … Die, die in der Kindheit im Marshmallowtest sich besser kontrollieren konnten, könnten das auch als 45jährige noch, sie konnten besser klarkommen mit anderen und das konnte man im Gehirn sehen. … Nicht der Reichtum der Eltern oder die Intelligenz ist der entscheidende Faktor, sondern die Selbstkontrolle bzw. die Exekutivfunktion oder ein alter Begriff: Willenskraft, Willensstärke. … Bei Ihnen sagen die Kaffeetrinkzellen jetzt gerade „Kaffee trinken, Kaffee trinken, …“. Solange die Selbstkontrolle stärker ist, bleiben Sie hier. … Die Selbstkontrolle ist eine Fähigkeit, wer die hat, kommt einfach besser durch.”

Der wissenschaftliche Begriff ist exekutive Funktionen und besteht aus drei Bereichen (fex Broschüre, ca. 4 MB):

  1. Die Inhibition von Verhalten und Aufmerksamkeit (Impulskontrolle): “Mit einer guten Inhibition bzw. Selbstregulation fällt es den Kindern [...] leichter, den  Fernseher  nicht  einzuschalten,  sondern  mit  den  Hausaufgaben  zu  beginnen, oder einen Konflikt mit Worten zu führen, statt ihn mit den Fäusten auszutragen.”
  2. Das Arbeitsgedächtnis: “Das Arbeitsgedächtnis trägt [...] entscheidend dazu bei, dass komplexe kognitive Funktionen wie Sprache und mathematische  Leistungen  entstehen  können.  Darüber  hinaus  unterstützt  das
    Arbeitsgedächtnis, sich an Instruktionen anderer Personen oder an Zwischenschritte von Handlungsplänen zu erinnern und Handlungsalternativen zu vergleichen, um zu einer besseren Lösung zu finden.”
  3. Die kognitive Flexibilität: “Eine gut ausgebildete kognitive Flexibilität ermöglicht es, sich auf neue Anforderungen schnell einstellen zu können. [...] Eine gut ausgebildete kognitive Flexibilität hilft damit, offen zu sein, für die Argumente anderer, aus Fehlern zu lernen und sich auf neue Lebenssituationen und Arbeitsanforderungen schneller und besser einzustellen.”

Links:

[aha:] Konferenz – Lernen gestaltet Zukunft

www.ahakonferenz.at Ausrichtung Konferenzfolder

[aha:] auf Facebook

[aha:]  widmet sich dem Lernen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen[aha:] Konferenz

[aha:]  wird getragen von einer breiten Basis von Initiativen und Organisationen

[aha:]  vernetzt motivierte Menschen und verschiedene Sichtweisen

[aha:]  öffnet den Raum für Inhalte, Meinungen und Initiativen

[aha:]  wendet didaktisches Know-how in der Konferenzgestaltung an

[aha:]  ist auf Dauer angelegt und wird jährlich stattfinden

[aha:]  entwickelt Neues

[aha:]  unterstützt die Umsetzung des Entwickelten

[aha:]  besteht aus den Mitwirkenden

[aha:]  trägt zum Zukunftspotential Österreichs in Gesellschaft und Wirtschaft bei

Motivation

[aha:] schafft einen Raum, der Austausch ermöglicht und fördert. Erkenntnisse der Didaktik sollen nicht nur weiter gegeben, sondern durch Interaktion weiter entwickelt und angewandt werden.

Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, Lernfähigkeit systematisch zu entfalten, und damit eine zukunftsgerichtete Lernkultur zu etablieren. Dies erachten wir für notwendig, um Österreich und Europa als Kultur- und Wirtschaftsstandorte mit hoher Lebensqualität für die Zukunft neu zu erfinden und lebendig zu halten.

Wir wollen mit dieser innovativen Konferenz eine Gelegenheit schaffen, unterschiedliche Zugänge, Methoden und Anwendungsbeispiele zusammenzubringen. Wir wollen einen Ort kreieren, wo man voneinander lernen und gemeinsam Neues entwickeln kann.

Bauchentscheidungen, Intuition und Heuristiken – Seminar Prof. Gerd Gigerenzer

Bauchentscheidungen haben das größte Potential, aber wir trauen uns meist nicht darüber.

Wir müssen unterscheiden, um welche Situation es sich handelt:

  • Risiko: Wahrscheinlichkeit
  • Unsicherheit: Heuristiken 

Eine Heuristik ist eine Regel und die Kunst, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Intuition:

  • unbewusstes und gefühltes Wissen, das rasch im Bewusstsein auftaucht
  • die Gründe dafür sind nicht im Bewusstsein
  • ist stark genug, um danach zu handeln; intuitive Entscheidungen erstrecken sich über einen großen Teil des privaten und beruflichen Bereiches 

Wo wir die Intuition nicht zulassen, produzieren wir Gründe im Nachhein.

Drei Irrtümer:

  1. Bauchentscheidungen sind zweitklassig, Optimierung ist immer besser
  2. komplexe Probleme erfordern komplexe Lösungen
  3. Mehr Information → Berechnung ist besser

“Wenn sie Gott wären, dann optimieren Sie, sonst ist es gefährlich!” 

Jeden Tag morgens sollten wir wiederholen:

  1. Um gute Entscheidungen zu treffen, muss ich Informationen ignorieren
  2. Mut zur Einfachheit und Transparenz
  3. Transparenz schafft Vertrauen
  4. Mut zu Bauchentscheidungen

“Das wichtigste ist, dass sie die Prinzipien verstehen und vor allem den MUT besitzen, dazu zu stehen!” 

„Ein System, das nicht irren kann, kann nicht intelligent sein.“ 

„Intelligenz bedeutet, über das, was man sieht hinauszugehen.“

  „Die Kunst ist, zu entscheiden, welche Heuristik für welche Situation passt. In welcher Welt ist welche Heuristik eine gute Idee und wo nicht? Es wird nie Situationen geben, wo jede Heuristik gut ist“

 

Mitschrift von Richard Pircher: Gigerenzer Gerd Bauchentscheidungen Intuition – Mitschrift Richard Pircher 111127

Gigerenzer_Intuition-Rationalität-und-Führung-in-einer-unsicheren-Welt (Stichworte)

Bücher von Prof. Gigerenzer

Best Paper Award für Berchtold / Pircher / Stadler

Ein Best Paper Award der Stadt Wien wurde für den Artikel “Global integration versus local adaptation: a case study of Austrian MNCs in Eastern Europe” verliehen. Der Artikel erschien im European Journal International Management, Vol. 4, No. 5, 2010 und wurde verfasst von Stephan Berchtold (choices management consulting), Richard Pircher (FH des bfi Wien) und Christian Stadler (University of Bath School of Management).

Best Paper Award der Stadt Wien für die Wiener Fachhochschulen

Volltext: Global integration versus local adaptation: a case  

Verlag

Abstract:  Institutionalists  argue  that  the  successful  transfer  of  knowledge
depends  on  a  firm’s  ability  to  adapt  to  its  local  environments.  Jensen  and
Szulanski  (2004)  take  a  different  perspective,  focusing  on  global  integration.
While both approaches have received considerable attention their relationship
has  been  less  discussed.  Using  an  extended  case  study  method  exploring  15
Austrian  MNCs,  we  propose  that  there  are  two  models  to  explain  the
relationship.  One  model  puts  local  adaptation  and  global  integration  at  two
ends  of  a  continuum.  According  to  this  interpretation  there  is  a  trade-off
between the two. A second model sees local adaptation and global integration
in  an  orthogonal  relationship.  They  do  not  exclude  each  other  but  can  be
achieved at the same time by emphasising different aspects of an organisational
practice. The Austrian MNCs we explore have a tendency towards the second
model.  They  combine  strong  personal  relationships  with  standardisation  of
products and processes, using training as a link between them.

3.-10. Nov. ein Zeichen für die Zukunft setzen: Bildungsvolksbegehren unterstützen

Volksbegehren Bildungsinitiative

3.-10. November gibt es die Chance mit nur einer Unterschrift ein Zeichen für dringend notwendige Veränderungen im Bildungsbereich in Österreich zu setzen. Es geht um Anliegen, die für die Zukunft und das soziale Gleichgewicht in Österreich sehr positive Auswirkungen haben könnten.

Wem daran etwas liegt, die/der kann also mit einer Unterschrift ein Zeichen setzen. Beachten Sie auch die Öffnungszeiten der Gemeinde- und Bezirksämter am Wochenende!

IV-Präsident Sorger: “Bildung ist der Schlüsselfaktor für die Zukunftssicherung” – AK und IV unterstützen gemeinsam das Bildungsvolksbegehren

www.nichtsitzenbleiben.at

Informationsmaterial (inkl. Öffnungszeiten)

Österreichs Plattform für Bildung: www.bildungsdeck.at

“Es war einmal der Mensch …”

Die Serie “Es war einmal der Mensch” hat mich schon als Kind beeindruckt. Jetzt sieht sie auch unsere Tochter regelmäßig.

Diese letzte Folge der Staffel “Die Entdeckung unserer Welt” ist so etwas wie eine Zusammenfassung und ein Ausblick: Die Zukunft – Das Abenteuer fängt erst an

Näheres auf Zeichentrickserien.de und auf Wikipedia

Offizielle Website

(English) Social Entrepreneurs in Education at NAFSA 2011

Three young social entrepreneurs were guests at the Social Entrepreneurship Panel at the conference of the organization of international educators NAFSA 2011 in Vancouver.

Hammad Hammad

Hammad Hammad is the cofounder and president of Inspire Dreams, a nonprofit organization that provides academic, athletic, and arts-based education programs to Palestinian refugee youth in the West Bank.

“Education is the tool to empower your life. … I think everyone can do that.”

How to start?

„With the people around you. I would not have done it alone. … The trust in me. … commitment to vision.“

Kristin Hayden

Kristin Hayden is the founder and executive director of OneWorld Now!, a global leadership program that provides underserved high school students with access to leadership development and study abroad opportunities.

„As I get older I pay less attention to the obstacles. … I think nobody of us could have predicted the way. … Its beyond us. Its not about individuals. … I feel really blessed that on a regular basis the kids tell us that they are transformed. … 99% of the students finishing our program go on to college. … It really changes the trajectories. … Now we are looking behind the pattterns of the problem and , we aim at system change.“

How to start?

“A board with prety established people. Heavy-weights basically. The other thing: partnerships, its all about partnerships. You dont have to reinvent the wheel.”

Jessica Lax

Jessica Lax is the social entrepreneur in residence at Causeway Work Centre and cofounder of The Otesha Project.

„After the travel through Kenya there was the reflection of how disconnected we are. … It was something I had to do. There was no other option. Seeing that problem I could not go away. … Its a lot of these everyday moments. It feels more like a calling, the constant feedback, these little moments that show that it is about something bigger.“

What was your first step?

„We made a list of authors who wrote great books and we just contacted them and they said „yes“. … I am part of a movement. What I do creates the world I want to see.

Moderator Belle Puri: „The lesson of this session is simple: You can do this as well.“

„Presencing – Führen von der Zukunft her” – Workshop von Otto Scharmer am 10. März 2011 in Wien

Dieser Rückblick beinhaltet eine subjektive Auswahl und Mitschrift von Zitaten von Otto Scharmer vom Workshop am 10. März 2011 (keine Gewähr für die Richtigkeit):

„1) Die Reaktionen auf meine Präsentationen am Weltwirtschaftsforum Davos waren interessant. Die Neigung die Grundlagen zwischen Finanz- und Realökonomie zu hinterfragen, war nicht so ganz ausgeprägt, wobei es interessant ist, dass so was überhaupt diskutiert wird. …

2) Multi stakeholder innovation: Es gibt kein Unternehmen der Welt, das damit kein Problem hat. Wie komme ich da rein? …

3) Mindful Leadership: Ich habe dort eine 45 Minunten guided meditation gemacht. Das ist unheimlich gut angekommen. Jetzt ist Davos nicht gerade bekannt als Ort der Innovationen. Wenn etwas dort angekommen ist, ist es wirklich durch.

Was es nicht gab, ist ein Ort, wo diese drei Themen zusammen gebracht werden konnten. Das sind nicht drei Themen, sondern das ist ein Thema. Dafür ist hier ein Ort. Das ist es, was ich versuche. …

Organisationales Redesign: 70 % der Redesignprojekte werden erfolglos abgebrochen. Wenn die Menschen Ihre Sichtweisen nicht verändern, werden andere Prozesse die gleichen Probleme produzieren. …

Als ich vor 15 Jahren ans MIT gekommen bin, kam ich in die Senge-Gruppe rein. Es gab sehr sophisticated Studien mit almost no impact. Das hat Senge gesehen. Er hat den zweiten Arm, die 3. Ebene dazu gebracht, die Verhaltensebene. Die Tools waren in einigen Fällen sehr erfolgreich, von anderen Leuten benutzt und in anderen Kontexten brachten sie nix. Bei dem Punkt bin ich eingestiegen. Es gibt noch eine tiefere Ebene. Was ist das?

Das ist eigentlich Organizational Learning der 2. Generation. …

Wie kommen wir an unsere Quellen heran?

Es ist die Quelle

  • `Wer bin ich?´
  • `Was ist mein Weg?´
  • `Was ist mein Ding?´

Wo sind Momente, wo ich an Prozesse stoße, die mit den heutigen Herausforderungen an eine Grenze stoßen? Wo habe ich es mit einem persönlichen Bereich zu tun, wo ich an Erfahrungsfelder stoße, die ich noch nicht genau formulieren kann?

Zitat Vaclav Havel:Otto Scharmer - Zitat Vaclav Havel

„Ich denke, es gibt gute Gründe für die Annahme, dass das moderne Zeitalter zu Ende geht. Es gibt heutzutage viele Hinweise darauf, dass wir uns in einem Übergangsstadium befinden, es sieht so aus, als ob etwas auf dem Weg hinaus ist und als ob etwas anderes unter Schmerzen geboren wird. Es ist so, als ob etwas taumelt, schwankt, schwindet und sich selbst erschöpft – während sich etwas anderes, noch Unbestimmtes, langsam beginnt aus den Trümmern zu erheben.”

… Wenn ich auf meine eigenen Erfahrungen gucke, habe ich das an der blockübergreifenden Bewegung [RP: vermutlich ist der Zusammenbruch des kommunistischen Systems und Ende des kalten Krieges gemeint] gesehen, dass sich tektonische Platten verschoben haben. Die Menschen haben davor gesagt: „Das wirst Du nie erleben, dass sich da was ändert.“ So etwas erleben wir jetzt auch in Nordafrika. Plötzlich ist alles anders.

… Facebook, das drittgrößte Land der Erde, ist zu vollkommen neuen Verhaltensweisen fähig. …

Dennoch bin ich überzeugt, dass wir zu einem neuen Verhältnis von Individuum, Unternehmen und Zivilgesellschaft kommen müssen, dass es sich neu austarieren muss. Damit haben diese Entwicklungen noch nichts zu tun. …

Wo haben Sie etwas mit Erfahrungsfeldern zu tun, wo alte Strategien nicht funktionieren, wo mehr vom Selben nicht zum Ziel führt?

Wo spüren Sie, daß etwas Neues entsteht?

Dann können Sie – das ist das allerschwierigste – auf Ihre eigene Praxis gucken. Wo ist etwas, wo mich was Neues zieht, das ich nicht erklären kann, das mehr ist als eine Verlängerung der Vergangenheit?

Heute reicht Lernen aus der Vergangenheit nicht mehr aus. Gibt es eine zweite Quelle des Lernens? Es geht darum, Gespür für die sich entwickelnde Zukunft zu entwickeln, damit man Teil der neuen Story wird, statt Teil der Abwehrschlachten für das Alte. Aber wie kommt man ran? …

[Otto Scharmer verweist auf Anregungen von Brian Arthur, Santa Fe Institute]

Der Weg zur tieferen Erkenntnis umfasst 3 Prozessschritte:

  1. Observe, observe, observe
    Es funktioniert aber nicht, wenn man das automatisch abspult. Der innere Ort muss sich ändern. Das observe, observe, observe ist das an die Grenze gehen. Sich in die Schuhe derjenigen Stellen, die am schlechtesten gestellt sind. …
  2. Retreat and reflect
    Was ist das, was in allem, was wir beobachtet und gehört haben, in die Welt kommen will und was hat das mit mir zu tun? …
  3. Diese Ideen im Tun erzeugen und Feedback von relevanten Stakeholdern einholen. …

Das was eigentlich zählt: „Who?“ … Die Qualität der Aufmerksamkeit, der Präsenz. …

Diesen Rückraum, den ich nicht sehe, besonders auszuleuchten, ist das, was Theory U versucht beizutragen. …

Was bringt uns hierher?Otto Scharmer Zitat William O’Brien
Dass wir etwas spüren, das ich in einen Raum eintreten kann, in dem ich wirksam bin.

Listening: Ohne zuhören, können wir alles andere abhaken, befinden wir uns im Blindflug.

[Otto Scharmer beschreibt vier verschiedene Modi des Zuhörens / der Konversation:

  1. Downloading / Projektion der eigenen inneren Bilder
  2. Faktisches Zuhören / Diskussion
  3. Empathisches Zuhören / Dialog
  4. Schöpferisches Zuhören / Presencing]

… Das einzig Neue ist vielleicht die 4. Ebene: schöpferisches Zuhören. Wahrnehmen eines neuen Möglichkeitsraumes, der noch nicht in die Welt gekommen ist. Ein wirklich guter Coach sieht mich nicht in meinem derzeitigen Sterbeprozess, sondern in dem, was geboren werden will. Gesehen zu werden in einer Capacity was ich werden könnte ist eine unglaubliche Hilfe. Es geht heute darum, an die Kräfte des Neuen dran zu kommen. Heute reicht das weiterklappern des Alten nicht mehr.

… Erst war es so, 50 Jahre passierte weltpolitisch nichts. Dann die plastische Stunde der Weltgeschichte. Abspulen von Routinen auf unglaublich hohem Niveau. … Es passiert was, was nicht im Skript ist:

  1. Möglichkeit: Es zurück auf die Spur bringen. …
  2. Möglichkeit: Inne halten, die ganze Aufmerksamkeit dem Moment widmen, die ganze Aufmerksamkeit aufmachen. Drop your tools!

Otto Scharmer setzt im Workshop folgendes Video ein, um die Theory U zu illustrieren: Plácido Domingo, Zubin Mehta – No puede ser Otto Scharmer - Video Placido Domingo, Zubin Mehta

„Durch Placido begann etwas in die Welt zu kommen und Mehta hielt den Raum dafür offen.“

… Bei allen schöpferischen Prozessen, was passiert am Anfang: Nichts. Es kommt aus einer Eigengesetzlichkeit. Bevor es passiert geht der Taktstock wieder nach oben. Bevor es landet, geht es als kollektive Wirklichkeit in die Wirklichkeit ein. … Die 4. Stufe der Aufmerksamkeit, in der wir einen Umraum, einen Landeplatz für das bilden, was noch nicht da ist.

Otto Scharmer zeigt dann einen Ausschnitt aus „The Legend of Bagger Vance“

Zitat: “ … there’s only ONE shot that’s in perfect harmony with the field… One shot that’s his, authentic shot, and that shot is gonna choose him… There’s a perfect shot out there tryin’ to find each and every one of us… All we got to do is get ourselves out of its way, to let it choose us… Can’t see that flag as some dragon you got to slay… You got to look with soft eyes… See the place where the tides and the seasons and the turnin’ of the Earth, all come together… where everything that is, becomes one… You got to seek that place with your soul Junuh… Seek it with your hands don’t think about it… Feel it… Your hands is wiser than your head ever gonna be… Now I can’t take you there Junuh… Just hopes I can help you find a way… Just you… that ball… that flag… and all you are… “

Es geht um innere Führung. „It´s time. Time for what? To see the field. … It´s time for you to see the field.“ Am Anfang macht der Coach nix, er springt nicht ein. Wie oft sind wir lange in einer Situation ohne dass die Frage da ist. … „Theres only one perfect hit for the field. The perfect hit finds you. … You have to use your soft eye.“ …

Die Differenz zum Ziel wurde aufgehoben. … Öffnen! …

„Seek it with your hands. Don’t think about it. The wisdom of your hands is greater than the wisdom of your head will ever be.”

Wenn Du etwas Neues willst, hast Du keine Chance, wenn Du es mit der Intelligenz oberhalb des Nackens machst. … Du musst es im Tun erkunden. … Die Geschichte dieses Films:

Du kannst an nichts rankommen, wo Du schon mal gewesen bist. … Die Zukunft fängt nicht beim Denken an – dort hört sie auf. Es geht um die Verbindung dieser drei Intelligenzen. Verabschieden vom Gedanken des Reproduzierens. Das Vertrauen in sich selbst, dass man alles Bekannte loslassen kann. … Wirklich loslassen, sich auf was Neues einzulassen, in eine Öffnung rein zu gehen, loslassen …

Die Essenz von Theory U: I attend this way, therefore it emerges that way. Die Transformation unserer individuellen und kollektiven Aufmerksamkeit. …Theory U

ABC: Awareness Based Collective action, aufeinander Bezug nehmen in einem größeren System … manchmal spontane Koordination wie bei Katastrophen und Notfällen …

Hebelpunkte:

  1. Hebelpunkt: z.B. Medidation (was für einen selbst richtig ist, muß man schon selbst rausfinden): John Kabat-Zinn: „Meditation is about paying attention.“ Unterscheiden zwischen dem was wesentlich ist und dem was nicht wesentlich ist … Lärm von Außen, Lärm von Innen
  2. Hebelpunkt: “Do what you love, love what you do.” Die Energie, die mir zufließt, ist mehr, als mir abfließt. Joseph Beuys: „Ich ernähre mich durch Kraftvergeudung.“ [RP: Welche Wirkung haben bestimmte Menschen oder ein Ort auf mich?] Wenn man aus der Tür rausgeht, kann sich der Körper noch gut daran erinnern, wie er war, als er reingekommen ist? Bin ich der selbe oder nicht? … Die Universität sollte nicht dazu da sein, um ein Fass zu füllen, sondern um eine Flamme zu entzünden. …
  3. Hebelpunkt: Einen Umkreis von Menschen finden, sich treffen, z.B. 2-3 Mal pro Jahr für ein Wochenende oder öfter und für einen Abend und die 4. Ebene des Zuhörens für jeden einzelnen anzuwenden. … sich öffnen, die Wunde zeigen … liebevoll zuhören, die Zubin Mehta Geste. … sobald ein Moment des Urteilens, oder noch schlimmer: Zynismus, da ist, ist alles tot. …

Wir sind Gewordene und Werdende. In den meisten Fällen passiert das automatisch, organisch, wenn man Glück hat.

Scharmer Flip Chart Wir sind der CEO von unserem Leben. …

Zuerst beschuldigen wir unsere Eltern. Dann sehen wir, es ist meins.

Seek it with your hands. Erst dabei kommen die Gedanken.

[RP: Die TeilnehmerInnen wenden in Paaren die Methode Sculpting an.]

Für die spirituelle, subtile Seite aufmerksam zu sein. … Ich benutze Worte, die keinen Ballast, keine 1000 Jahre auf dem Buckel haben. Mir geht es nicht um Religion, sondern um Wissenschaft.Scharmer Theory U

Publikation von Varela 1999: Der blind spot in der Kognitionsforschung ist die Wahrnehmung (Journal of consciousness)

Drei Methoden: Phänemonologie, Introspektion, Meditation

 

Explosion des Begriffes Mindfulness in wissenschaftlichen Publikationen.

Warum wird ein fast unlesbares Buch in 12 Sprachen übersetzt?

Ich nehme das so wahr, dass das Ganze eine Bewegung ist, über alle Kontinente.

Transformation des Bewusstseins der Beteiligten … Es ist schon alles da, nur gab es keine Sprache dafür.”

The Essence of Theory U and Presencing

Interview with C. Otto Scharmer

U Journaling Practice: A 13 Step Journey through Your Field of the Future

Ottos Blog Feb. 2011

Folien-Präsentation vom 10. März 2011

Auf dem Blog von Michael Wyrsch “Presencing und Wissensmanagement“: Theorie U von Otto Scharmer selbst erklärt

„everyone can be a change maker“ – Bill Drayton (Gründer von Ashoka) im Gespräch

Bill Drayton gründete 1981 die Non-profit-Organisation Ashoka, deren Ziel es ist, soziale UnternehmerInnen zu unterstützen.  

Am 24. März war Bill Drayton im Radiokulturhaus zu Gast und beantwortete Fragen von Johannes Kaup. Nähere Informationen zur Veranstaltung unter http://oe1.orf.at/artikel/267918   

„everyone can be a change maker“ - ein empfehlenswerter Artikel von Diana Ljubic: http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/soziales/2403-everyone-can-be-a-changemakerjeder-kann-etwas-veraendern.html 

Im Folgenden einige Zitate von Bill Drayton aus der Veranstaltung:Bill Drayton 

„everyone can be a change maker – we don’t give ourselfes permission“  

“Since 1990 the citizens sector is the only sector increasing in jobs. That’s the end of the nation states´ monopoly of sovereignty.”  

“Empathy based ethics require that you respect other people.”  

“If you are an entrepreneur at hear you love to start things.”  

“Our central insight: `Everyone can and has to be a change maker.”  

“The most critical success factor in a family, company, city, nation: How many change makers you have? Express yourself in thought, talk and action. We need everyone here.”  

“Any young child has to learn empathy which has to be learnt! That’s not genetic.”  

“We know what we have to do. The challenge is to change the children who did not succeed to acquire the skill of mastering empathy.”  

“Over half the Ashoka fellows changed national policy. ¾ changed the patterns in their field. … The purpose is to change the world. … You are a change maker and many are behind you and you are behind many.”  

Kaup: “Is there also a spiritual idea behind Ashoka or is it only rational?”  

Bill Drayton und Johannes Kaup

Bill Drayton und Johannes Kaup

Drayton: “I think its both. You cannot divide both.”  

“We are social, we really work together. That’s human. … Giving everyone the ability to express love and respect makes everyone happy.”  

Kaup: “What was the power that filled your live with meaning?”  

Drayton: “We live in this extraordinary historic moment where everyone is able to contribute to change. … The ability to give this ability to everyone is extraordinary. This is the opportunity to give everyone the ability to be powerful. … Unfortunately the income distribution is getting worth. … We have the opportunity at this critical stage to help people to understand that everybody may be a change agent. Everyone here can contribute to that. Awareness is the first step.  

Kaup zitiert Hölderlin: “Wir sind nichts. Was wir suchen ist alles.“  

Ausstrahlung der Sendung in Ö1: Sa 7.Mai um 22.05 Ö1 

Ausstrahlung der Sendung in TW1: Di. 10.Mai 12.05 und 22.45 Wiederholung   

Links:  

Ö1 Im Zeit-Raum: Bill Drayton  

Ashoka International  

Ashoka Austria  

Bill Drayton in Wikipedia english (deutsch)  

Ashoka in Wikipedia english (deutsch)

Einführungs-Workshop “ZEN Leadership”

Daishin ZEN-Zentrum

Dr. Fleur Sakura Wöss,Leiterin des Daishin ZEN-Zentrums Wien, und Dr. Friedhelm Boschert, Vorstandsvorsitzender der Volksbank International AG, veranstalten am Freitag, 1. April 2011, 16-19 Uhr einen

Einführungs-Workshop “ZEN Leadership”

Details: Einladung Workshop Zen-Leadership 1. April 2011